Ursachen des hohen Blutdrucks

Bluthochdruck:
Ganzheitliche Ursachensuche

Die Bitte nach einer Therapie des hohen Blutdrucks „ohne Chemie“ wird immer stärker. Die Möglichkeiten bestehen, sind aber sehr umfassend.

Zunächst ist nach den Ursachen des Bluthochdrucks zu fragen.

An dieser Stelle werden nicht die bekannten Ursachen, wie

  • Übergewicht,
  • Rauchen,
  • Bewegungsmangel,
  • erbliche Faktoren,
  • Medikamente (Pille, Rheumamittel),
  • hoher Alkohol- und Salzkonsum und
  • andauernder Stress

erläutert, sondern einige eher unbekanntere Faktoren aus der Sicht einer ganzheitlich orientierten Medizin:

Der Darm und die Schilddrüse im Zusammenhang mit Bluthochdruck

Viele Krankheitsprozesse haben ihren Ausgangspunkt im Darm, so unter Umständen auch der Bluthochdruck, weshalb dem Bauch eine große Aufmerksamkeit zukommt.

Ein überblähter Bauch kann die Brustorgane über Druck auf das Zwerchfell so in Bedrängnis bringen, dass nach Mahlzeiten der Blutdruck ansteigt und insgesamt auch der Druck im Herzen unangenehm zunimmt. In ausgeprägten Situationen kann es auch zur Herzenge (Angina pectoris) kommen. Dieses Syndrom wird Roemheld Syndrom genannt. Bei Übergewicht verschärft sich die Situation. Der überblähte Bauch ist  meistens die Folge einer Fehlbesiedlung mit Gär- und Fäulnisbakterien im Darm, so dass eine sogenannte Darmsanierung Abhilfe schaffen kann. Diese Fehlbesiedlung im Darm, auch Dysbiose genannt, hat ihre Ursache oft in einer ungesunden Ernährungsweise.

Die Dysbiose kann aber noch auf anderen Wegen den Blutdruck in die Höhe treiben: Sie führt oft auch zu einer Nahrungsmittelunverträglichkeit, die nach Genuss der unbekömmlichen Lebensmitteln, Stress im Organismus auslösen kann. Mit anderen Worten: Nicht nur der Druck z. B. am Arbeitsplatz kann stressauslösend wirken, sondern auch bestimmte unverträgliche Nahrungsmittel. Damit aber nicht genug: Eine Dysbiose führt zu einer schlechteren Aktivierung von Schilddrüsenhormonen im Darm, daraus können eindeutige oder verborgene Schilddrüsenfehlfunktionen resultieren. Da die Schilddrüse auf das Herz einen erheblichen Einfluss ausübt, schließt sich auch hier der Kreis wieder.

Insofern nimmt der Darm eine zentrale Stellung für die Herzgesundheit ein, was wiederum die tägliche Erfahrung in der Patientenarbeit bestätigt: Oft sinkt der Blutdruck auf normale Werte, wenn es dem Bauch wieder gut geht. Andererseits: Wenn es dem Darm nicht gut geht, wird eine ganzheitliche Bluthochdrucktherapie vor sehr großen Schwierigkeiten stehen.

Seelischer Stress wird zu körperlichem Stress

Am Anfang des seelischen Stresses stehen Ereignisse, die unseren Möglichkeiten oder Interessen zuwider laufen, wie z. B. am Arbeitsplatz, in menschlichen Beziehungen usw. Es besteht also eine Diskrepanz, eine Disharmonie zwischen der Welt und mir. Diese Disharmonie aktiviert den Sympathikus, der eine Achse des vegetativen Nervensystems ist und uns bei der Flucht oder im Kampf unterstützen soll. Viele Situationen im heutigen Leben (Arbeitswelt) ermöglichen aber weder einen Kampf in Form der aktiven Auseinandersetzung (etwa dem Vorgesetzten oder dem Auftraggeber), noch ist eine Flucht möglich, da dann die Arbeitslosigkeit droht. So baut sich ein seelischer Druck auf, der sich dann in hohem Blutdruck, aber auch in Migräne äußern kann.

Die Rolle der Nebennieren beim Bluthochdruck

Andauernder Stress wird langfristig zu einer relativen Schwäche der Nebennieren führen, da die Nebennieren eine wesentliche Aufgabe in der Stresssituation haben. So kommt es nach einiger Zeit zu Störungen in den Regulationsmechanismen der Nebennieren. Dies wird in den meisten Fällen zu einem Krankheitsbild führen, welches z. B. als Burnout bekannt ist. Es gibt viele Menschen, bei denen im Burnout der Blutdruck absinkt, aber oft erleben wir in der Praxis Patientinnen und Patienten, bei denen der Blutdruck steigt. Hier ist der steigende Blutdruck der verzweifelte Versuch des Organismus die Lebenssituation trotz Burnout „im Griff zu halten“.

Die Bedeutung der Fließeigenschaften des Blutes

Das Blut besteht aus zellulären Bestandteilen, von denen mengenmäßig die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) den größten Anteil ausmachen. Ist der Anteil an den zellulären Bestandteilen gegenüber der reinen Flüssigkeit zu hoch, kann es ebenfalls zu einem zu hohen Druck in den Gefäßen kommen, mit der Folge eines zellulären Sauerstoffmangels.

Wie geht es den Kapillaren?

Dominieren in den Kapillaren chronische und schleichende Entzündungsprozesse mit nachfolgender Gefäßverengung (bis hin zur Arteriosklerose), so steht dem Blut eine zu geringe Oberfläche zur Verfügung. Das ist insofern von Bedeutung, da die Kapillaren (feinste Haargefäße) ein riesiges Blutvolumen aufnehmen. Wir führen regelmäßig Laboruntersuchungen durch, um die Tendenz zur chronischen Entzündung der Kapillaren zu messen, um dann ggf. therapeutisch einschreiten zu können.

 

Die > Herzarbeit < spielt in unserer Therapie des Bluthochdrucks die entscheidende Rolle,

 

Zusammenfassung

Fehlgeleitete Kräfte lassen den Blutdruck steigen. Sie lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen: Einerseits sind es die kopfwärts drängenden Bauchprobleme, die den Druck steigen lassen, auf der anderen Seite sind es die Anforderungen im Alltag, die über einen Willensentschluss („ich muss doch noch“) vom Kopf ausgehend den Druck im Körper ansteigen lassen. In der Regel liegen natürlich beim einzelnen, individuellen Menschen komplexe vielschichtige Muster vor, die sorgsam analysiert werden müssen, um zu einer Therapie zu kommen, die an den Ursachen ansetzt.

Unser Ansprechpartner speziell für diesen Bereich ist Herr Peters.
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